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Baden

Der Schreck sitzt tief - bei Sonny und Eltern. Und auch wenn es nun schon ein paar Tage her ist, so sind die Nachwirkungen noch heute zu spueren: Wasser, Badebecken und Pools werden seither mit greosserem Respekt behandelt. War Sonny bisher einer der groessten Wasserratten, so ist er jetzt vorsichtiger, ja fast aengstlicher. Vor etwa einer Woche hat es angefangen. Unsere kleine Familie vergnuegte sich im Pool auf dem Hoteldach. Wie immer hatte Sonny grossen Spass daran. Manchmal lag er in seinem Schwimmring und schwam mit Mama um die Wette, dann wieder bestand er darauf den Schwimmring auszuziehen und von Papa durch das Wasser geschoben, gezogen und geworfen zu werden. Ohne Furcht oder Scheu beanspruchte er den ganzen Pool fuer sich und spritzte in alle Richtungen um sich. Doch dann traute er sich wohl zu viel zu. Waehrend Papa die Prinzessin am Beckenrand wieder etwas mehr in den Schatten verlegte und Mama nach der Plantschente fahndete die ein gewisser Herr ins Wasser geworfen hatte, sprang er ohne Schwimmhilfe oder Vorwarnung ins Wasser. Gluecklicherweise schlug er sich dabei nicht den Kopf am Beckenrand an, sondern geriet „nur“ fuer wenige Sekunden unter Wasser. Dennoch war es dannach vorbei mit dem vorbehaltlosem Zutrauem zum nassen Element. Zwar konnten wir ihn nach einigen gemeinsamen Minuten im Wasser wieder dazu bewegen sich etwas aus Papas Armen zu loesen und in seinem Schwimmring treibend durch das Wasser zu gleiten. Waehrend man vorher jedoch darauf achten musste, dass er einem nicht davonschwimmt, so betsnad er nun auf staendigen Handkontakt zu einem Elternteil.

Gestern waren die beste Ehefrau von allen und die Kinder mit der Frau eines Arbeitskollegen und deren 7 Monate alten Sohn im Club. Auch dort musste Mama den vormalig so abenteurlustigen Raeuber bei seinen Wanderungen durch das nur wenige cm tiefe Kleinkinderbecken immer an der Hand begleiten. Um jedoch keine groessere Abstinenz aufkommen zu lassen, gehen wir morgen wieder in den Club. Und schliesslich gibt es dort wochenends auch ein reichhaltiges Fruehstuecksbuffet am Pool – naja, so ganz uneigennuetzig ist diese „Therapie“ nicht.

(D)
1.10.06 06:39


Was Frauen wirklich meinen ...

Der besagte Tag im Club hat mit sich gebracht, das Sonny zur alten Wasserratte geworden ist, die er vorher war, allerdings nur auf sicherem Terrain, d.h. wenn er Boden unter den Fuessen hat. Tags drauf waren wir nochmal im Club und da ergab sich folgende schoene Geschichte:
Sonny, nun schon vertraut mit den Oertlichkeiten trifft unter dem Clown aus dessen Haaren Wasser auf den Boden faellt ein Maedchen, ca.1 Jahr aelter als er. Er unternimmt nach Abschaetzung und fuer gut befunden erste zarte Annaeherungsversuche. Er laeuft dem Maedchen ohne Worte einfach hinterher. Am Anfang geschmeichelt laeuft sie dann doch immer schneller, schlaegt einige Haken um den laestigen Verehrer loszuwerden, doch weit gefehlt. Hat unser Sohn erst einmal Feur gefangen, laesst er nicht mehr so schnell locker. Nun verlagert sich das Maedchen auf Konversation. Sie schreit ihm mehrfach „No“ und als das nicht fruchtet „I said: no“ entgegen. Nach mehrmaligem Wiederholen laesst Sonny nun von ihr ab. Wahrscheinlich denkt er „nun gut, wer nicht will...“ und dreht sich zu den anderen Kindern um und schaut interessiert zu, was die so treiben.
Nur, so schnell geben Maedchen ja nicht auf. Die kleine Hexe turnt nun ihrerseits solange um Sonny herum, bis er sie wieder bemerkt und sich wieder um sie bemueht. Das Spiel beginnt von vorne. Nach mehrmaligen no’s und „I said: no“ ’s wird nun die Flucht zum Vater eingeschlagen. Respektsperson, welcher ein Vater von einem Maedchen nun mal ist, oder sein sollte, begibt sich Sonny ohne Umwege zu demselben, baut sich vor ihm auf und sagt...nichts. Guckt nur. Das Maedchen (in seines Papas Armen mutiger) schreit wieder ihre no’s dem Sonny entgegen. Als dieser abdreht beginnt das Spiel von vorne.
Da sagt mein Herzblatt zu seinem Sohn: „mein Sohn, das ist vielleicht der beste Rat den ich dir diesbezueglich mit auf deinen Lebensweg mitgeben kann: Wenn Frauen „nein“ sagen meinen sie eigentlich „ja“.
Ja, so sind sie, .....die Maenner..... (M)
9.10.06 11:56


Die 5 Minuten Terine...

(Oder Prinzesschens Hang zum Fast Food)

Mama schnell, Essen, ich hab Hunger . Jetzt!! Also gut, auf gehts an die Zapfsaule. Gierig wird angedockt. Nach ca. 3 Minuten faengt die Prinzessin an zu arbeiten. Jetzt weiss sie nicht was besser ist: oben rein oder untern raus. Um diese Prozedur zu verstaerken oder erleichtern, so genau weis man das nicht, wird der Kiefer zusammengepresst  und der Kopf laeuft rot an . Dass da zwischen den Kauleisten noch Mamas bestes Stueck steckt spielt keine Rolle. Mama schreit auf, Prinzessin laesst los und schaut mit weit aufgerissenen Augen  unschuldig in Mamas Gesicht. Milch spritzt in ihres. Sie lacht. Na, wenigstens hat eine was zum Lachen. Sie dockt nochmal an,ab,an,ab,an,ab..... Mama gibt auf. Ruelpsi und Seitenwechsel.

Gierig wird wieder angedock, knapp 5 Minuten, dann ist auch diese Seite erschoepft (nicht was die Milch angeht, davon ist noch ausreichend vorhanden!). Noch ein Nachtisch: 3x an Mamas bestem Stueck lutschen, und gut ist. Jeder weitere Versuch sie noch zum Essen zu animieren misslingt.

 Das ganze haelt immerhin 3 Stunden an. Da soll nochmal einer sagen Fast Food macht nicht satt...(M)
17.10.06 07:39


Einer dieser Momente

Wir haben wohl alle solche Momente im Leben, zu denen uns schlagartig bewusst wird, wie schnell doch die Zeit vergeht. Mir ging es kuerzlich so. War es nicht erst gestern (oder vielleicht auch vorgestern) als mich die Hebamme gegen 4:00 nachts anrief: „Sie koennen sich jetzt langsam auf den Weg machen“. Nun, die Strecke zum Kreisaal legte ich in persoenlicher Rekordzeit zurueck. Und jetzt sitze ich am Fruehstueckstisch und die beste Ehefrau von allen bemerkt lapidar: „Laesst Du mir noch ein bischen Bargeld da, ich muss heute noch die Aufnahmegebuehr fuer Bjarne beim Kindergarten bezahlen“.
An dieser Stelle koennte ich mich jetzt darueber auslassen, dass man hier kaum bis gar nicht mit Ueberweisungen arbeitet (Cash is king); oder dass Ehefrauen zwar eine kostenlose Zweitkreditkarte bekommen, aber kein Geld aus dem Geldautomaten hohlen koennen. Meine erste Reaktion auf diese Aeusserung war jedoch: „Wie die Zeit vergeht“.
Doch das ist ein Gemeinplatz und wird wenige von euch ueberraschen. Ueberraschender duerfte da vielleicht sein, dass der Raeuber kurz nach seinem 2ten Geburtstag schon in den Kindergarten geht. Genauer gesagt wird er dies ab naechste Woche tun. Die Frau eines Arbeitskollegen arbeitet (bevor sie schwanger wurde) in einem Kindergarten. Wie es sich fuegt wohnt dieser Kollege nicht weit von uns und auch der Kindergarten ist nicht weit. Es handelt sich dabei um eine britische Montesori-Pre-School, welche Kinder ab 18 Monaten aufnimmt. Und dies auch dann, wenn sie noch nicht trocken sind.  Jedenfalls ging sich Mama diese Pre-School mal mit der neuen Freundin ansehen. Dabei erfuhr sie, das gerade ein Platz in der Gruppe der 2 bin 2,5jaehrigen frei sei. Da wir noch keine Ahnung von den hiesigen Kindergaerten hatten, bat sie sich noch etwas Bedenkzeit aus. In der folgende Woche wollten wir uns noch ein paar andere Kindergaerten, Pre-Schools und Nurseries ansehen. Was zunaechst folgte war jedoch das Wochenende. Traditionell nahmen wir unser Freitag-Fruehstueck am Pool des Clubs ein. Dort wurde uns von allen Seiten waermsten empfohlen, den Platz in jenem besagten Kindergarten zu nehmen. Es sei einer der besten Kindergaerten der Stadt. Also verwarfen wir die weiteren Besichtigungstermine fuer die neue Woche und am Sonntagmorgen (dem ersten Werktag nach dem Wochenende), sagte meine Frau zu mir: „Laesst Du mir noch ein bischen Bargeld da ...“   (D)
18.10.06 07:05


Container

Gestern ist der Container mit unseren Sachen im Hafen angekommen . Jetzt muss er nur noch durch den Zoll. Da jetzt noch ca. 1 Woche Ramadan ist und danach die mindestes dreitaegige Ramadan-Ende-Party (Eid al Fittr)  , ist nicht vor uebernaechster Woche mit einem Zolltermin zu rechnen.  (D)
18.10.06 07:13


Kindermund

Unser kleiner Raeuber versucht sich mittlerweile schon heftigst in Konversation. Dabei sind im so manche Formuliereung, Bezeichnungen aber noch nicht so ganz klar. Er redet von sich meist mit dem besitzanzeigendem Fuerwort: „meiner auch mit“ heisst so viel wie „ich moechte bitte auch mit“ – obwohl wahrscheinlich heisst es eher: „Ich will aber auch mit!“ Auch zieht er manche Laute zusammen, so dass die Bedeutung fuer das ungeschulte Ohr nicht immer leicht erkennbar ist. Da er aber dabei konsitent ist, wissen Mama und Papa mittlerweile, (meistens) was er meint: „Meiner sit’a“ kommt von „Meiner sitzt da“ und heisst also „Ich sitze hier“. Suess ist es auch wie er „schwitzt“ betont – man kann es leider bloss kaum mit normalen Buchstaben nachschreiben. Bei den hiesigen Witterungverhaeltnissen, ist der ‚Satz’ „Meiner switz, abduschen“ aber relativ haeufig zu hoeren und laesst immer ein kleines Laecheln ueber Papas Gesicht huschen.
Bei manchen Ausdruecken belaestt er es wiederum nicht beim Zusammenziehen der Silben, sondern verwendet eigene  Kreationen. So steht „Gung“ fuer „Trinken“. Wenn  man ihn allerdings fragt, ob er was trinken wolle, antwortet er entsprechend mit „Ja“ – es ist also nicht so, dass er den allgemein ueblichen Ausdruck nicht verstuende.
So wie er selbst zur familieninternen Sprache beitraegt, so hat er natuerlich hat er auch ein paar familienueblicher Ausdruecke uebernommen. Seine Schwester nennt er nur selten beim Namen (so wie er sich auch zu weigern scheint seinen eigenen Namen, welcher zugegeben nicht besonders leicht ist, zu nennen). Statt dessen redet er gerne von der „kleinen Mausi“. Auch ist er sehr kreativ was die Erweiterung des Beutungskreises bekannter Worte betrifft. „Kopf“ steht fuer alles was irgendwie mit Kopfbedeckung oder Haaren zu tun hat – inclusive Papas Schweissband: „Da BrumBrum Kopf“ „Der Motarradfahrer dort hat einen Helm auf“ – fast ein ganzer Satz. Seinen ersten ganzer „Satz“ sprach er ja, als er eines Morgens weinend zu mir gerannt kam, waehrend ich unter der Dusche stand: „Illa Gung heiss, fallt, Hand aua“ (Damals beherrschte er das Genetiv ‚s’ noch nicht)
Trotz aller Stoplersteine fuer das dudengewoehnte Ohr, praegen sich manche Perlen doch tief in das Gedaechtnis ein und lassen auf ein klares Verstaendniss von Zusammenhaengen schliessen: Mir auf die Schulter klopfend, fomulierte er ohne jede Unsicherheit „Papa auch grosser Raueber“ (D)
p.s. neben den oben beschriebenen Bedeutungserweiterungen, Lautverschiebungen und Erkenntnissgewinnen, moechte ich an dieser Stelle doch noch protokollarisch vermerken, dass unser Sohn mittlerweile nicht nur versteht, was Voegel sind, oder Hunde - sondern auch, dass es Spatzen, Huehner oder Tauben gibt. Manche von diesen sind gar besonders und haben eigene Namen. Bei Menschen gelingt der umgekehrt Prozess der Abstraktion noch nicht so: Matthew, Simon, Clara oder Luz kennt und schaetzt er. Das Konzept von Mann und Frau oder Junge und Maedchen erfasst er (zumindest sprachlich) nocht nicht so ganz; den Begriff „Leute“ beginnt er langsam zu verstehen. Auch auf anderen Gebieten beginnt er nun Begriffe welche keine Gegenstaende oder Personen bezeichen oder sich nicht auf Aktivitaten beziehen zu verstehen und aktiv zu verwenden: Seine Lieblingsfarbe ist zur Zeit Schwarz (wohl auch deshalb weil es noch die einzige Farbe ist, welche er eindeutig zuordnen kann) und dass man nicht nur das rechte Bein oder den rechten Arm waschen kann, sondern auch rechts abbiegen kann, ist ihm auch gelaeufig.
25.10.06 09:49


Einzug

Vorgestern war es soweit: Morgens wurde der Container (bzw. dessn Inhalt) vom Zoll abgenommen , abends dann an unser Haus geliefert und entladen. Gestern wurden die Moebel weitestgehend aufgebaut und seitdem ist Merve damit beschaeftigt, die Hilfe Sonnys beim Auspacken in geeignete Bahnen zu lenken.
30.10.06 06:11





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